A-Nord: Verlauf, Zeitplan, Entschädigung 2026
A-Nord Stromtrasse: 300 km Erdkabel von Emden nach Osterath. Amprion. Rahmenvertrag August 2022 mit 35 Prozent Bodenrichtwert plus 2 EUR/m².

Stand: 30. August 2026 (Prüfdatum: 01.02.2027, Projektseite veraltet schnell)
Das Wichtigste in Kürze
A-Nord verbindet Emden Ost (Niedersachsen) mit Meerbusch-Osterath (NRW) über rund 300 km. HGÜ-Erdkabel 525 kV DC mit 2 GW Übertragungsleistung.
Zwei Bundesländer: Niedersachsen (Ostfriesland, Emsland) und Nordrhein-Westfalen (Münsterland, Rhein-Kreis Neuss).
Netzbetreiber: Amprion (allein zuständig)
Verfahrensstand: alle sechs Planfeststellungsabschnitte beschlossen, seit Frühjahr 2025 alle im Bau.
Inbetriebnahme: geplant 2027.
Rahmenvereinbarung: August 2022 zwischen Amprion und Bauernverbänden Rheinland (RLV), Westfalen-Lippe (WLV), Emsland und Ostfriesland. 35 Prozent Bodenrichtwert plus 2 EUR/m² Beschleunigungszuschlag bei fristgerechter notarieller Beurkundung. [1]
Verlauf und Trassenlänge
Emden Ost (Niedersachsen, Ostfriesland) über das Emsland und Münsterland nach Meerbusch-Osterath (NRW, Rhein-Kreis Neuss). Rund 300 bis 304 km.
Symbolischer Spatenstich für Niedersachsen: 23.10.2023 in Meppen. NRW-Baustart: 11.04.2025 in Rhede.
Betroffene Regionen
Niedersachsen: Landkreise Leer, Emsland, Grafschaft Bentheim, Ostfriesland
Nordrhein-Westfalen: Landkreise Borken, Kleve, Wesel, Rhein-Kreis Neuss
Aktueller Verfahrensstand
Alle sechs Planfeststellungsabschnitte beschlossen. Alle im Bau seit Frühjahr 2025. [2]
Nach netzausbau.de-Angaben:
NDS1/NDS2 (Niedersachsen, südlich Emden): im Bau seit Q4 2023
NDS3: im Bau seit Q2 2025
NRW1/NRW2/NRW3a: im Bau seit Q1 bzw. Q4 2025
NRW3b: behördliches Verfahren Q1 2026 abgeschlossen
Bohrungen für die Emsquerung laufen bis Frühjahr 2026.
Konkrete kumulierte verlegte Kabellänge Stand Sommer 2026: nicht abschließend bestätigt (top agrar/agrarheute meldeten Ende 2025 rund 30 km).
Ausführungsart
HGÜ-Erdkabel, ±525 kV, 2 GW.
Rahmenvereinbarung (August 2022)
Konditionen (belegt): [1]
Dienstbarkeitsentschädigung: bis zu 35 Prozent des Bodenrichtwerts pro Quadratmeter Schutzstreifenfläche
Beschleunigungszuschlag: 2 Euro pro Quadratmeter Schutzstreifenfläche bei einvernehmlicher Einigung innerhalb der Frist
Vertragsparteien:
Amprion (auf Netzbetreiber-Seite)
Rheinischer Landwirtschaftsverband (RLV)
Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband (WLV)
Emsländisches Landvolk
Ostfriesischer Hauptverein
Die Rahmenvereinbarung war das Vorbild für die spätere Amprion-Master-Rahmenvereinbarung vom 14.10.2025 (Korridor B, Rhein-Main-Link, Windader West etc.).
Kritischer Kontext
Anfang 2025 wartete ein Teil der Landwirte in Ostfriesland (Landkreis Leer) laut agrarheute-Bericht mehrere Monate auf die Auszahlung der vereinbarten Entschädigungen. Drohung mit Baublockade. [3]
Für Sie als Eigentümer heißt das: Vertragliche Zahlungstermine sollten Sie klar dokumentieren und Verzögerungen ggf. mahnen.
Ansprechstelle des Netzbetreibers
Amprion GmbH Robert-Schuman-Str. 7 44263 Dortmund Tel: +49 231 5849-0 E-Mail: info@amprion.net
Projektseite mit dediziertem Kontakt: a-nord.amprion.net/Kontakt
Für jeden der sechs Bauabschnitte ist ein eigener Ansprechpartner in der Bauphase benannt.
Info-Seite für Eigentümer: a-nord.amprion.net/Dialog/Information-Eigentuemer
Rechenbeispiel A-Nord
Beispielhafte Situation:
Ihr Ackerland im Emsland: 500 m entlang der A-Nord-Trasse, Bodenrichtwert 4 EUR/m², Schutzstreifen 25 m.
Schutzstreifenfläche: 500 × 25 = 12.500 m²
Dienstbarkeitsentschädigung: 35 % × 12.500 × 4 = 17.500 EUR
Beschleunigungszuschlag (2 EUR/m²): 12.500 × 2 = 25.000 EUR
Aufwandsentschädigung (typisch 200-300 EUR bei A-Nord): 300 EUR
Zwischensumme: 42.800 EUR
Zusätzlich in der Bauphase:
Aufwuchsentschädigung 2 Ernten
Bodenschadensausgleich
Nachwirkungsentschädigung 3-5 Jahre
Gesamt mit Flurschäden häufig 60.000 bis 90.000 EUR bei einem 500-m-Abschnitt in Ackerlandgebieten.
Details in Erdkabel Entschädigung und Flurschäden.
Nicht bestätigt / offene Punkte
Kumulierte verlegte Kilometer je Bauabschnitt Stand Sommer 2026 (Ende 2025 rund 30 km gemeldet)
Aktuelle Auszahlungsverzögerungen in Ostfriesland (Stand 2026)
Konkrete Zeitpunkte für Bauabschluss je Abschnitt
FAQ
Bin ich als Ackerlandbesitzer besonders betroffen?
Ja. A-Nord ist ein reines Erdkabelprojekt mit typisch 40-50 m Bauschutzstreifen. Auf Ackerland führt das zu 2-3 Erntejahren Ausfall pro Grundstück.
Wie zuverlässig ist die Auszahlung durch Amprion?
Nach Bauernverbands-Berichten Anfang 2025 Verzögerungen in Ostfriesland. Insgesamt aber Vertragserfüllung. Bei Verzögerungen an den Landesbauernverband wenden.
Was ist mit der Emsquerung?
Sondersituation. Bohrungen laufen bis Frühjahr 2026. Anwohner der Emsquerung sind über Sonderregelungen im Planfeststellungsbeschluss abgedeckt.
Gibt es Rekultivierungsstandards für A-Nord?
Ja. Die Rahmenvereinbarung enthält Standards. Zusätzlich BBB nach DIN 19639 als Standard. Details in Bodenschutz und Rekultivierung.
Wie lange gilt die 8-Wochen-Frist?
Ab Vertragsangebot des Amprion-Grundstücksbüros. Notarielle Beurkundung muss innerhalb der Frist erfolgen.
Wie erfahre ich, ob ich betroffen bin?
Über die Projekt-Website a-nord.amprion.net oder netzausbau.de. Details in Betroffenheit prüfen.
Wie Ventorio Ihnen hilft
Bei A-Nord-Betroffenheit ordnen wir Ihre Situation ein und prüfen ergänzende Vermarktungsmöglichkeiten Ihrer Restflächen.
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Quellen
[1] A-Nord-Rahmenvereinbarung August 2022 zwischen Amprion und Bauernverbänden RLV, WLV, Emsland, Ostfriesland: 35 % Bodenrichtwert plus 2 EUR/m² Beschleunigungszuschlag. Quellen: agrarheute.com "A-Nord: länderübergreifende Entschädigung für Erdkabel"; topagrar.com "Neue Vereinbarung: Mehr Geld für Erdkabel im Westen"; Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt
[2] Amprion Projektfortschritt A-Nord (amprion.net/Netzausbau/Unsere-Projekte/A-Nord/Projektfortschritt); netzausbau.de A-Nord (BBPlG Vorhaben 1)
[3] agrarheute 2025 "Warten seit Monaten auf Erdkabel-Entschädigung: Bauern sauer Amprion" (Ostfriesland-Kritik)
[4] Amprion-Pressemitteilung A-Nord Emsquerung (Bohrungen bis Frühjahr 2026)

Gründer & Geschäftsführer
Markus ist seit 2018 in der Photovoltaik-Branche aktiv und beschäftigt sich strategisch mit Plattformökonomie, Marktstrukturen und der wirtschaftlichen Bewertung von PV-Flächen.
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Dieser Artikel wurde von Dominik Reeg lektoriert am 30. August 2026.
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