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    Freiflächen-Photovoltaik in Schleswig-Holstein 2026

    Freiflächen-PV in Schleswig-Holstein: 10 GW PV bis 2030, Solar-Erlass 09/2024, 2.117 MW Bestand aus 704 Anlagen, Ackerpacht 571 EUR/ha.

    Markus LaueMarkus Lauelektoriert vonDominik ReegDominik Reeg30. August 2026Lektoriert: 30. August 2026 6 Minuten Lesezeit
    Freiflächen-Photovoltaik in Schleswig-Holstein 2026

    Das Wichtigste in Kürze

    • Schleswig-Holstein zielt auf mindestens 10 GW PV-Beitrag zum Ziel "30 GW installierte EE-Leistung bis 2030" und mindestens 45 TWh EE-Stromerzeugung an Land bis 2030. Ende 2025 bereits 4.570 MW PV brutto installiert, plus 806,5 MW Zubau in 2025. [1]

    • Ende 2025 waren 704 Freiflächen-Anlagen mit 2.117,2 MW brutto in Betrieb, Freiflächen-Zubau +636,1 MW in 12 Monaten. Damit hat SH den mengenmäßig größten Freiflächen-Zubau in Deutschland. [2]

    • Beratungserlass "Grundsätze zur Planung von großflächigen Solar-Freiflächenanlagen im Außenbereich" vom 9. September 2024 (Amtsblatt SH Nr. 40 vom 30.09.2024) ist der zentrale Steuerungs-Text. Eine eigene Freiflächenverordnung nach § 37c EEG existiert nicht. [3]

    • Dominanter VNB: Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz, HanseWerk-Gruppe) betreibt das 110-kV-Verteilnetz landesweit und sammelt Einspeisung aus über 10.000 Wind-, PV- und Biomasse-Anlagen ein. Übertragungsnetzbetreiber: TenneT.

    • Die klassische Ackerpacht in Schleswig-Holstein liegt bei 571 Euro pro Hektar und Jahr, die landwirtschaftliche Nutzfläche gesamt bei 479 Euro (Destatis 2023). [4]

    Landes-Ausbauziel

    Schleswig-Holstein hat als Wind- und PV-Land klare Ziele: mindestens 10 GW PV-Beitrag zum 30 GW-EE-Gesamtziel bis 2030, mindestens 45 TWh EE-Stromerzeugung an Land bis 2030. Ende 2025 lag SH bei 4.570 MW PV brutto installiert, plus 806,5 MW Zubau in 2025.

    Damit ist Schleswig-Holstein aktuell einer der wachstumsstärksten PV-Standorte Deutschlands, vor allem im Freiflächen-Segment.

    Zuständige Behörden

    • Landesministerium (Energie): Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur (MEKUN)

    • Ministerium für Bauen/Städtebau (mit-federführend): Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport (MIKWS)

    • Operative Baugenehmigung: Kommunale Bauaufsicht (Kreise/kreisfreie Städte)

    • Landesamt: Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR)

    Für großflächige Freiflächen-PV ist die Zweiteilung zwischen MEKUN (Energie) und MIKWS (Bauaufsicht) charakteristisch.

    Netzbetreiber

    • Übertragungsnetz: TenneT TSO (Regelzone SH)

    • Verteilnetz: Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz, HanseWerk-Gruppe) betreibt das 110-kV-Verteilnetz landesweit. Ergänzt durch kleinere kommunale VNB in den Städten (z.B. Stadtwerke Flensburg, Kiel)

    SH Netz sammelt Einspeisung aus über 10.000 Wind-, PV- und Biomasse-Anlagen ein und investiert massiv in Netzverstärkungen (z.B. 50 Mio. Euro im Raum Flensburg/Handewitt).

    Landesspezifische Regelungen

    • Solar-Erlass vom 9. September 2024: Beratungserlass "Grundsätze zur Planung von großflächigen Solar-Freiflächenanlagen im Außenbereich" (Amtsblatt SH Nr. 40 vom 30.09.2024) [3]

    • Keine eigene Freiflächenverordnung nach § 37c EEG: SH steuert Freiflächen-PV über den Beratungserlass, nicht über eine Länderverordnung

    • Teilprivilegierung im 200-Meter-Streifen entlang Autobahnen/Schienen und EEG-Überragendes-öffentliches-Interesse werden im Erlass adressiert

    • Photovoltaik-Verordnung PV-VO SH (Dach-PV-Pflicht, nicht Freifläche)

    Referenzprojekte und Kennzahlen

    Ende 2025 waren 704 Freiflächen-Anlagen mit 2.117,2 MW brutto in Betrieb. Der Freiflächen-Zubau lag bei +636,1 MW in 12 Monaten, mit Abstand größter Anteil am Landeszubau. In der BNetzA-Ausschreibungsrunde mit Gebotstermin 01.12.2024 erhielt SH 213 MW und 21 Zuschläge, mengenmäßig #1 unter allen Ländern in dieser Runde. [2]

    Die größte einzelne Freiflächen-Anlage in SH ist derzeit nicht mit belegbarem Namen dokumentiert. Der Markt setzt auf Breite statt einzelne Rekord-Anlagen.

    Pachtpreis

    Die klassische Ackerpacht in Schleswig-Holstein lag 2023 bei 571 Euro pro Hektar und Jahr (Destatis-Landwirtschaftszählung), die landwirtschaftliche Nutzfläche gesamt bei 479 Euro. [4] Damit liegt SH über dem Bundesdurchschnitt von 407 Euro. Für Freiflächen-Photovoltaik zahlen Projektentwickler in SH 2026 im marktüblichen Rahmen von 3.500 bis 6.000 Euro pro Hektar und Jahr.

    Was das für Ihre Fläche heißt

    Schleswig-Holstein ist einer der aktivsten Freiflächen-PV-Länder:

    • 10 GW PV-Ziel bis 2030 und über 45 TWh EE-Stromziel

    • Mengenmäßig größter Freiflächen-Zubau 2025 (+636 MW in 12 Monaten)

    • Solar-Erlass 09/2024 als klares Steuerungsdokument

    • SH Netz als starker landesweiter VNB

    • Hohe klassische Ackerpacht bedeutet hohe Zahlungsbereitschaft der Entwickler

    Wenn Ihre Fläche in SH liegt, prüfen Sie mit unserem Netzabstandscheck und Privilegierungs-Check die Basis-Eignung. Details zu Ablauf und Verträgen im Leitfaden Freiflächen-Photovoltaik.

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    Quellen

    [1] MEKUN Schleswig-Holstein: Die Energiewende in Schleswig-Holstein 2025, Pressemitteilung 30.12.2025

    [2] Fachagentur Wind und Solar: Schleswig-Holstein Landesinformation 2026; Clearingstelle EEG/KWKG: BNetzA-Ausschreibungsrunde 01.12.2024

    [3] MIKWS Schleswig-Holstein: Solar-Erlass vom 9. September 2024 (Amtsblatt SH Nr. 40 vom 30.09.2024)

    [4] Destatis Pressemitteilung Nr. 153/2024: Pachtpreise Landwirtschaft Bundesländer 2023

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    Markus Laue
    Autor dieses ArtikelsMarkus Laue

    Gründer & Geschäftsführer

    Markus ist seit 2018 in der Photovoltaik-Branche aktiv und beschäftigt sich strategisch mit Plattformökonomie, Marktstrukturen und der wirtschaftlichen Bewertung von PV-Flächen.

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    Dominik Reeg
    Qualitätssicherung

    Dieser Artikel wurde von Dominik Reeg lektoriert am 30. August 2026.

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