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    Freiflächen-Photovoltaik im Saarland 2026

    Freiflächen-PV im Saarland: 1.375 MWp bis 2030 (84 Prozent erreicht), Amprion und VSE Verteilnetz, Ackerpacht 99 EUR/ha (niedrigster Wert).

    Markus LaueMarkus Lauelektoriert vonDominik ReegDominik Reeg30. August 2026Lektoriert: 30. August 2026 6 Minuten Lesezeit
    Freiflächen-Photovoltaik im Saarland 2026

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Saarland strebt 1.375 MWp PV-Gesamtleistung bis 2030 an. Stand September 2025: 1.155 MWp installiert, das sind 84 Prozent des Ziels. Q1/2025-Zubau: 27,92 MW; Gesamtbestand Anfang 2025: 1.045,97 MW. [1]

    • Es gibt keine eigenständige Freiflächenverordnung im Saarland. Grundlage: EEG plus Landesbauordnung; Freiflächen-PV auf Agrarflächen wird landespolitisch bewertet.

    • Das Land ist Teil der Amprion-Regelzone. Wichtigster VNB: VSE Verteilnetz (energis-Tochter). Ergänzt durch energis Netzgesellschaft, Creos Deutschland und Stadtwerke Saarbrücken Netz mit gemeinsamer Netzleitstelle Saarbrücken seit 2011.

    • Bekannte Referenz: Solarpark Linslerhof (Überherrn) auf 20 Hektar mit rund 44.000 Modulen. In Eppelborn-Dirmingen steht Europas größte bifazial vertikal aufgeständerte Freiflächen-PV-Anlage (2 MWp, rund 10 Hektar). Zeche Göttelborn nutzt eine Konversion mit 7,4 MWp.

    • Die klassische Ackerpacht im Saarland liegt bei 99 Euro pro Hektar und Jahr (Destatis 2023). Das ist der niedrigste Landeswert Deutschlands. [2]

    Landes-Ausbauziel

    Das Saarland hat 1.375 MWp PV-Gesamt bis 2030 als Ziel gesetzt. Mit 1.155 MWp im September 2025 sind bereits 84 Prozent erreicht. Der Zubau im ersten Quartal 2025 lag bei 27,92 MW. Der Gesamtbestand Anfang 2025 betrug 1.045,97 MW.

    Für die Landesgröße ist das ein solider Wert, aber im Bundesvergleich zählt das Saarland zu den kleineren PV-Standorten.

    Zuständige Behörden

    • Landesministerium: Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie Saarland (MWIDE)

    • Operative Baugenehmigung: Untere Bauaufsichtsbehörden der Landkreise oder Regionalverband Saarbrücken

    • Beratung: ARGE Solar (Landesarbeitsgemeinschaft für Solarenergie)

    Der Tag der Solarenergie SL wird jährlich vom MWIDE organisiert (letzter Termin 18.09.2025).

    Netzbetreiber

    • Übertragungsnetz: Amprion (Saarland Teil der Amprion-Regelzone)

    • Verteilnetz: VSE Verteilnetz (energis-Tochter, größter regionaler VNB), energis Netzgesellschaft, Creos Deutschland, Stadtwerke Saarbrücken Netz

    Die vier VNB haben seit 2011 eine gemeinsame Netzleitstelle in Saarbrücken. Für Netzanschluss-Anfragen sind die einzelnen VNB nach Region zuständig.

    Landesspezifische Regelungen

    • Keine eigenständige Freiflächenverordnung: Grundlage sind EEG plus Landes-Bauordnung

    • Freiflächen-PV auf Agrarflächen wird landespolitisch beobachtet und bewertet

    • Konversionsflächen aus dem Steinkohleausstieg (Göttelborn u.a.) haben Vorrang

    Referenzprojekte

    • Solarpark Linslerhof (Überherrn): 20 Hektar, rund 44.000 Module, bis dahin größter Solarpark im Saarland

    • Eppelborn-Dirmingen: Europas größte bifazial vertikal aufgeständerte Freiflächen-PV-Anlage, 2 MWp auf rund 10 Hektar

    • Zeche Göttelborn: Konversion Steinkohle, 7,4 MWp

    Anders als in Ostdeutschland gibt es im Saarland keine Anlagen über 50 MW. Der Markt setzt auf mittlere Größen und Konversionsflächen.

    Pachtpreis

    Die klassische Ackerpacht im Saarland lag 2023 bei 99 Euro pro Hektar und Jahr (Destatis-Landwirtschaftszählung). Das ist der niedrigste Landeswert Deutschlands. [2] Für Freiflächen-Photovoltaik zahlen Projektentwickler im Saarland 2026 im marktüblichen Rahmen von 2.000 bis 4.000 Euro pro Hektar und Jahr. Der Preisaufschlag gegenüber der Ackerpacht liegt damit beim 20- bis 40-fachen, was in ganz Deutschland als attraktiv gilt.

    Was das für Ihre Fläche heißt

    Das Saarland ist ein Standort mit klaren Chancen:

    • 84 Prozent des 2030-Ausbauziels bereits erreicht, aber weitere 220 MW nötig

    • Sehr niedrige klassische Ackerpacht, hoher relativer Aufschlag durch PV

    • Amprion als ÜNB mit guter Netzstruktur

    • Konversionsflächen aus Steinkohle-Ausstieg als bevorzugte Kulisse

    • Regionale VNB-Struktur mit gemeinsamer Netzleitstelle

    Wenn Ihre Fläche im Saarland liegt, prüfen Sie mit unserem Netzabstandscheck und Privilegierungs-Check die Basis-Eignung. Details zu Ablauf und Verträgen im Leitfaden Freiflächen-Photovoltaik.

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    Quellen

    [1] saarland.de/mwide: Fakten Stand Erneuerbare Energien und Tag der Solarenergie SL (18.09.2025)

    [2] Destatis Pressemitteilung Nr. 153/2024: Pachtpreise Landwirtschaft Bundesländer 2023

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    Markus Laue
    Autor dieses ArtikelsMarkus Laue

    Gründer & Geschäftsführer

    Markus ist seit 2018 in der Photovoltaik-Branche aktiv und beschäftigt sich strategisch mit Plattformökonomie, Marktstrukturen und der wirtschaftlichen Bewertung von PV-Flächen.

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    Dominik Reeg
    Qualitätssicherung

    Dieser Artikel wurde von Dominik Reeg lektoriert am 30. August 2026.

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