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    Freiflächen-Photovoltaik in Nordrhein-Westfalen 2026

    Freiflächen-Photovoltaik in NRW: 21 bis 27 GW-Ausbauziel, 611 Anlagen, Amprion und Westnetz, Ackerpacht 560 EUR/ha (höchster Wert Deutschlands).

    Markus LaueMarkus Lauelektoriert vonDominik ReegDominik Reeg30. August 2026Lektoriert: 30. August 2026 6 Minuten Lesezeit
    Freiflächen-Photovoltaik in Nordrhein-Westfalen 2026

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die "Energie- und Wärmestrategie NRW" vom August 2024 zielt auf mindestens 21 GW, bis zu 27 GW installierte PV-Leistung bis Ende 2030. Das entspricht einer Verdopplung gegenüber dem Stand 2024. [1]

    • Mit Stand 1. Mai 2026 waren 611 Freiflächen-PV-Anlagen ab 100 kW in Betrieb. Insgesamt über 1.300 Freiflächen-Anlagen mit 888 MW; Zubau 2023 und 2024 zusammen rund 280 MW. [2]

    • Die 2. Änderung des Landesentwicklungsplans NRW (in Kraft Mai 2024) hat die Flächenkulisse für Freiflächen-PV erheblich erweitert. Das Förderprogramm "progres.nrw Klimaschutztechnik" wurde 2025 wieder für Freiflächen-, Floating- und Agri-PV geöffnet. [1]

    • Der Verteilnetzbetreiber Westnetz (RWE/Westenergie-Tochter, Sitz Dortmund) betreibt mit rund 195.000 km Stromnetz das größte Verteilnetz Deutschlands. Übertragungsnetzbetreiber ist Amprion (ebenfalls Dortmund).

    • Die klassische Ackerpacht in Nordrhein-Westfalen liegt bei 560 Euro pro Hektar und Jahr (Destatis 2023). Das ist der höchste Landeswert in Deutschland. [3]

    Landes-Ausbauziel

    Die "Energie- und Wärmestrategie NRW" formuliert seit August 2024 klare PV-Ziele: mindestens 21 GW, bis zu 27 GW installierte Leistung bis Ende 2030. Der Ausbau soll sich gegenüber Stand 2024 verdoppeln. Freiflächen-PV ist dabei eine der zentralen Säulen neben Aufdach-Anlagen.

    Der Zubau lag in den ersten acht Monaten 2025 bei rund 125 MW im Freiflächensegment. Die Kölner Region führte 2024 mit einem Zubau von +94 MW.

    Zuständige Behörden

    • Landesministerium: Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW (MWIKE)

    • Operative Baugenehmigung: Untere Bauaufsichtsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte

    • Landesplanung: Landesentwicklungsplan (LEP) NRW als übergeordnetes Instrument, 2. Änderung in Kraft seit Mai 2024

    • Beratung: NRW.Energy4Climate als landeseigene Klimaagentur

    Netzbetreiber

    • Übertragungsnetz: Amprion (Dortmund, rund 11.000 km Leitungen in NRW, RP und Saarland)

    • Verteilnetz: Westnetz (RWE/Westenergie-Tochter, Dortmund, rund 195.000 km Stromnetz, größter VNB Deutschlands), Westfalen Weser Netz (57 kommunale Gesellschafter), NEW Netz (Niederrhein), Rheinische NETZGesellschaft, Dortmunder Netz

    Westnetz betreibt das mit Abstand größte Verteilnetz des Landes, ergänzt durch mehrere regionale und kommunale VNB.

    Landesspezifische Regelungen

    • 2. Änderung LEP NRW (Mai 2024): Erhebliche Erweiterung der Flächenkulisse für Freiflächen-PV [1]

    • progres.nrw Klimaschutztechnik: Förderprogramm 2025 wieder geöffnet für Freiflächen-, Floating- und Agri-PV

    • Monitoring FF-PV: NRW.Energy4Climate veröffentlicht jährliche Monitoringberichte zum Stand des Freiflächen-Ausbaus

    Referenzprojekte und Kennzahlen

    Mit Stand 1. Mai 2026 waren 611 Freiflächen-PV-Anlagen ab 100 kW in Betrieb. Insgesamt zählt NRW über 1.300 Freiflächen-Anlagen mit rund 888 MW installierter Leistung. Der Zubau 2023 und 2024 zusammen lag bei rund 280 MW.

    Erster landeseigener Solarpark: BLB NRW in Erkrath. Ein einzelnes Leuchtturmprojekt über 50 MW ist derzeit nicht eindeutig belegbar. NRW punktet stärker über die Breite als über einzelne Rekord-Anlagen.

    Pachtpreis

    Die klassische Ackerpacht in Nordrhein-Westfalen lag 2023 bei 560 Euro pro Hektar und Jahr (Destatis-Landwirtschaftszählung). Das ist der höchste Landeswert in ganz Deutschland. [3] Für Freiflächen-Photovoltaik zahlen Projektentwickler in NRW 2026 im marktüblichen Rahmen von 3.500 bis 6.000 Euro pro Hektar und Jahr. Der Preisaufschlag gegenüber der Ackerpacht ist wegen des hohen Ausgangsniveaus geringer als in ostdeutschen Ländern.

    Was das für Ihre Fläche heißt

    Nordrhein-Westfalen ist der größte Nachfragemarkt Deutschlands:

    • Höchster Stromverbrauch aller Länder, sehr hohe Netznähe

    • Klares 21 bis 27 GW-Ausbauziel bis 2030

    • Erweiterte Flächenkulisse seit LEP-Änderung 2024

    • Größter VNB Deutschlands mit dichtem Anschluss-Netz

    • Aktive Landesförderung über progres.nrw

    Wenn Ihre Fläche in NRW liegt, ist die Zahlungsbereitschaft der Projektentwickler grundsätzlich hoch. Prüfen Sie mit unserem Netzabstandscheck und Privilegierungs-Check die Basis-Eignung. Details zu Ablauf und Verträgen im Leitfaden Freiflächen-Photovoltaik.

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    Quellen

    [1] land.nrw und wirtschaft.nrw: Energie- und Wärmestrategie NRW (August 2024) und 2. Änderung LEP

    [2] energieatlas.nrw.de: Monitoring Freiflächen-Photovoltaik NRW (Stand 01.05.2026)

    [3] Destatis Pressemitteilung Nr. 153/2024: Pachtpreise Landwirtschaft Bundesländer 2023

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    Markus Laue
    Autor dieses ArtikelsMarkus Laue

    Gründer & Geschäftsführer

    Markus ist seit 2018 in der Photovoltaik-Branche aktiv und beschäftigt sich strategisch mit Plattformökonomie, Marktstrukturen und der wirtschaftlichen Bewertung von PV-Flächen.

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    Dominik Reeg
    Qualitätssicherung

    Dieser Artikel wurde von Dominik Reeg lektoriert am 30. August 2026.

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