Freiflächen-Photovoltaik in Bayern 2026
Was für Freiflächen-Photovoltaik in Bayern gilt: 80-100 GW-Ziel bis 2040, 200 EEG-Zuschläge, Bayernwerk Netz, Ackerpacht 415 EUR/ha.

Das Wichtigste in Kürze
Das Bayerische Energieprogramm zielt auf einen PV-Gesamtausbau von 80 bis 100 GW bis 2040. PV soll 2025 bis zu 25 Prozent der bayerischen Bruttostromerzeugung liefern. [1]
Seit 1. Januar 2025 sind nach § 35 Absatz 1 Nummer 8 BauGB privilegierte Freiflächen-PV-Anlagen im bayerischen Außenbereich verfahrensfrei. Fachliche Leitlinie: Bekanntmachung des Staatsministeriums für Bauen vom 5. Dezember 2024. [2]
Die Bayerische Freiflächenverordnung erlaubt seit der 3. Änderung (Juli 2020) 200 EEG-Zuschläge pro Jahr für Acker- und Grünland in benachteiligten Gebieten (vorher 70). [3]
Größter Solarpark Bayerns: Solarpark Schornhof bei Berg im Gau (Neuburg-Schrobenhausen) mit 100 MW auf 140 Hektar, jährliche Erzeugung rund 110 GWh. [4]
Die klassische Ackerpacht in Bayern liegt bei 415 Euro pro Hektar und Jahr (Destatis 2023), über dem Bundesdurchschnitt von 407 Euro. [5]
Landes-Ausbauziel
Bayerns Energieprogramm strebt für PV insgesamt 80 bis 100 GW installierte Leistung bis 2040 an. Für 2025 nennt das Programm einen Anteil von bis zu 25 Prozent PV an der Bruttostromerzeugung des Landes.
Wie stark davon auf Freiflächen entfällt, steuert das Land vor allem über die Freiflächenverordnung und die neue Verfahrensfreiheit. Der Ausbau lag 2024 und 2025 auf hohem Niveau, sowohl bei Dach- als auch Freiflächenanlagen.
Zuständige Behörden
Landesministerium (Energie): Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi)
Ministerium für Bauen: Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr (StMB)
Operative Baugenehmigung: Untere Bauaufsichtsbehörde (Landratsamt oder kreisfreie Stadt)
Die Kombination aus Verfahrensfreiheit für privilegierte Vorhaben und der Bayerischen Freiflächenverordnung macht Bayern zu einem attraktiven Standort für Projektentwickler.
Netzbetreiber
Übertragungsnetz: TenneT (nahezu ganz Bayern)
Verteilnetz: Bayernwerk Netz (E.ON-Tochter, Sitz Regensburg, größter regionaler VNB mit rund 156.000 km Stromnetz), LEW Verteilnetz (Bayerisch-Schwaben), N-ERGIE Netz (Nürnberg), AllgäuNetz, SÜC Coburg, ÜZ Mainfranken
Bayernwerk Netz deckt weite Teile des Freistaats ab, ergänzt durch mehrere regionale VNB in den Metropolen und im Allgäu.
Landesspezifische Regelungen
Bayerische Freiflächenverordnung: 200 EEG-Zuschläge pro Jahr für Acker- und Grünland in benachteiligten Gebieten (seit 3. Änderung Juli 2020, vorher 70) [3]
Verfahrensfreiheit ab 1. Januar 2025: Für privilegierte Anlagen nach § 35 Absatz 1 Nummer 8 BauGB im Außenbereich [2]
Ausgleichsflächen: Seit 2024/2025 vereinfacht, im Regelfall kein zusätzlicher Ausgleich erforderlich
Referenzprojekt
Solarpark Schornhof bei Berg im Gau (Neuburg-Schrobenhausen): 100 MW auf 140 Hektar, aktuell größter Solarpark Bayerns, jährliche Erzeugung rund 110 GWh. [4]
Ein weiterer Solarpark im Bau: Fuchsstadt (Landkreis Bad Kissingen) mit 54,5 MWp auf 60 Hektar, Fertigstellung 2025.
Pachtpreis
Die klassische Ackerpacht in Bayern lag 2023 bei 415 Euro pro Hektar und Jahr (Destatis-Landwirtschaftszählung). Damit liegt Bayern über dem Bundesdurchschnitt von 407 Euro. [5] Für Freiflächen-Photovoltaik zahlen Projektentwickler in Bayern 2026 im marktüblichen Rahmen von 2.500 bis 5.500 Euro pro Hektar und Jahr, also das Sechs- bis Dreizehnfache der klassischen Ackerpacht.
Was das für Ihre Fläche heißt
Bayern gehört zu den attraktivsten deutschen Standorten für Freiflächen-PV:
Hoher Sonnenertrag (Süddeutschland)
Verfahrensfreiheit für privilegierte Anlagen seit 2025
200 EEG-Zuschläge pro Jahr auf benachteiligten Gebieten
Aktive Landesförderung und klare Regelungen
Dichte VNB-Struktur mit Bayernwerk Netz als Ansprechpartner
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Quellen
[1] Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie: Photovoltaik in Bayern (2025)
[2] Bayerischer Energieatlas: Baugenehmigungspflicht Freiflächen-PV (Stand 2025)
[3] Clearingstelle EEG/KWKG: Bayerische Verordnung über die Ausweitung des Kreises der zulässigen Bieter (3. Änderung Juli 2020)
[4] moderner-landwirt.de: Größte Freiflächen-PV-Anlage in Bayern (Schornhof)
[5] Destatis Pressemitteilung Nr. 153/2024: Pachtpreise Landwirtschaft Bundesländer 2023

Gründer & Geschäftsführer
Markus ist seit 2018 in der Photovoltaik-Branche aktiv und beschäftigt sich strategisch mit Plattformökonomie, Marktstrukturen und der wirtschaftlichen Bewertung von PV-Flächen.
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Dieser Artikel wurde von Dominik Reeg lektoriert am 30. August 2026.
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