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    Freiflächen-Photovoltaik in Bremen 2026

    Freiflächen-PV in Bremen: Zwei-Städte-Staat mit 500 MW PV bis 2030, praktisch keine Freiflächen, ab Sommer 2025 PV-Pflicht auf 50 Prozent Dachflächen.

    Markus LaueMarkus Lauelektoriert vonDominik ReegDominik Reeg30. August 2026Lektoriert: 30. August 2026 4 Minuten Lesezeit
    Freiflächen-Photovoltaik in Bremen 2026

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bremen ist ein Zwei-Städte-Staat (Bremen und Bremerhaven) mit stark begrenzten Freiflächen. Ausbauziel: 500 MW PV bis 2030, 1.000 MW bis 2038. Bestand Ende 2024: 134,9 MW, Nettozubau 2024: 33,6 MW. [1]

    • Der Freiflächen-PV-Bestand beträgt nur rund 1 MW und ist damit im Bundesvergleich vernachlässigbar. Bremen setzt fast ausschließlich auf Dach-PV. [2]

    • Ab Sommer 2025 gilt eine PV-Pflicht: 50 Prozent der neuen Dachflächen müssen mit Solar bestückt werden. [2]

    • Übertragungsnetzbetreiber: TenneT. Verteilnetzbetreiber: wesernetz Bremen (SWB-Tochter).

    Landes-Ausbauziel

    Bremen hat sich ein Ausbauziel von 500 MW PV bis 2030 gesetzt, bis 2038 sollen 1.000 MW erreicht werden. Der Bestand Ende 2024 lag bei 134,9 MW mit einem Nettozubau von 33,6 MW in 2024. Damit wächst der PV-Ausbau vor allem über Dach- und öffentliche Anlagen.

    Zuständige Behörden

    • Landes-Ebene: Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft der Freien Hansestadt Bremen

    • Operative Baugenehmigung: Bauordnungsamt der Stadt Bremen bzw. Bauordnung Bremerhaven

    • Beratung: Klimaschutzagentur energiekonsens (Bremer Energieagentur)

    Netzbetreiber

    • Übertragungsnetz: TenneT (Bremen liegt in TenneT-Regelzone)

    • Verteilnetz: wesernetz Bremen (SWB-Tochter)

    Als kompaktes Stadtstaaten-Netz ist wesernetz alleiniger VNB im gesamten Stadtgebiet Bremen. Für Bremerhaven ist swb Bremerhaven zuständig.

    Landesspezifische Regelungen

    • PV-Pflicht ab Sommer 2025: 50 Prozent der Neubau-Dachflächen müssen mit Photovoltaik bestückt werden [2]

    • Für Freiflächen-PV gilt: Die verfügbare Fläche ist so klein, dass keine eigenständige Landesverordnung existiert

    • Landes-Klimaschutzgesetz Bremen als übergeordneter Rahmen

    Referenzprojekt

    Bremen hat keinen klassischen Freiflächen-Solarpark im typischen Sinne. Die rund 1 MW Freiflächen-PV verteilen sich auf einzelne Kleinprojekte. Bremerhaven verzeichnet mehrere PV-Anlagen auf Hafen- und Industrieflächen, ist aber ebenfalls kein Freiflächen-Markt.

    Pachtpreis

    Als Stadtstaat hat Bremen praktisch keinen Markt für landwirtschaftliche Freiflächen-PV. Destatis weist für Bremen typischerweise keinen belastbaren Landesdurchschnitt für Ackerpacht aus. Wer im Umland Verpachtung erwägt, sollte die Zahlen aus Niedersachsen als Orientierung nehmen (Landesdurchschnitt Ackerpacht: 643 Euro pro Hektar, 2023).

    Was das für Ihre Fläche heißt

    Bremen ist praktisch kein Standort für Freiflächen-PV:

    • Sehr begrenzte Freiflächen im Zwei-Städte-Staat

    • Nur rund 1 MW FF-PV insgesamt

    • Fokus auf Dach- und öffentliche Gebäude-PV

    • PV-Pflicht für Neubauten seit 2025

    Wenn Ihre Fläche im Umland liegt (Niedersachsen), lesen Sie den Leitfaden Freiflächen-PV Niedersachsen. Details zu Ablauf und Verträgen im Freiflächen-PV-Leitfaden.

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    Quellen

    [1] solarserver.de: PV-Zubau Niedersachsen und Bremen, 06.02.2025; Fachagentur Wind und Solar (Bremen)

    [2] Kleine Anfrage Bremer Bürgerschaft "Agri-Photovoltaik", 07.10.2025 (rathaus.bremen.de)

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    Markus Laue
    Autor dieses ArtikelsMarkus Laue

    Gründer & Geschäftsführer

    Markus ist seit 2018 in der Photovoltaik-Branche aktiv und beschäftigt sich strategisch mit Plattformökonomie, Marktstrukturen und der wirtschaftlichen Bewertung von PV-Flächen.

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    Dominik Reeg
    Qualitätssicherung

    Dieser Artikel wurde von Dominik Reeg lektoriert am 30. August 2026.

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